Wie motiviert man seine Mitarbeiter?

Dr. Katrin Roppel

Die Mitarbeitermotivation ist ein zentrales Thema in Unternehmen. Immer noch wird mit Anreizsystemen gearbeitet, die häufig ihre Wirkung verfehlen.

Es gibt zahlreiche Theorien zu Motivation und Arbeitszufriedenheit. Herzberg beispielsweise unterscheidet in seiner Zwei-Faktoren-Theorie Motivatoren, die die Arbeitszufriedenheit fördern (z.B. Anerkennung, Erfolg, Verantwortung oder Aufstieg) und Hygienefaktoren, die lediglich Arbeitsunzufriedenheit verhindern (z.B. Gehalt, Personalpolitik, Führungsstil und Arbeitsbedingungen). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation von Deci und Ryan postuliert drei psychologische Bedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit eine Person ihre Handlung als selbstbestimmt erlebt und intrinsische Motivation (also Motivation, die aus der Handlung selbst entspringt) zustande kommt: Kompetenz, Autonomie und soziale Zugehörigkeit. Menschen möchten demnach Fähigkeiten erlangen, also Kompetenzen entwickeln und zudem die Autonomie haben, diese Kompetenzen auch einsetzen zu können. Die soziale Zugehörigkeit ist ein weiteres Bedürfnis, dessen Erfüllung zur Motivation beiträgt.

Entscheidend ist auch die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit. Wir erleben Arbeitszufriedenheit und Motivation, wenn wir unsere Tätigkeit in einen größeren Sinnzusammenhang einbetten können. Je nach Art der Arbeit und Größe des Unternehmens ist der Sinn mancher Tätigkeiten für die Mitarbeiter nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Warum die „Karotte vor der Nase“ als Anreiz für moderne Berufstätige heute ungeeignet ist, zeigt Dan Pink’s Youtube-Video „The Surprising Truth About What Motivates Us“:

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