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Wie motiviert man seine Mitarbeiter?

Dr. Katrin Roppel

Die Mitarbeitermotivation ist ein zentrales Thema in Unternehmen. Immer noch wird mit Anreizsystemen gearbeitet, die häufig ihre Wirkung verfehlen.

Es gibt zahlreiche Theorien zu Motivation und Arbeitszufriedenheit. Herzberg beispielsweise unterscheidet in seiner Zwei-Faktoren-Theorie Motivatoren, die die Arbeitszufriedenheit fördern (z.B. Anerkennung, Erfolg, Verantwortung oder Aufstieg) und Hygienefaktoren, die lediglich Arbeitsunzufriedenheit verhindern (z.B. Gehalt, Personalpolitik, Führungsstil und Arbeitsbedingungen). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation von Deci und Ryan postuliert drei psychologische Bedürfnisse, die erfüllt sein müssen, damit eine Person ihre Handlung als selbstbestimmt erlebt und intrinsische Motivation (also Motivation, die aus der Handlung selbst entspringt) zustande kommt: Kompetenz, Autonomie und soziale Zugehörigkeit. Menschen möchten demnach Fähigkeiten erlangen, also Kompetenzen entwickeln und zudem die Autonomie haben, diese Kompetenzen auch einsetzen zu können. Die soziale Zugehörigkeit ist ein weiteres Bedürfnis, dessen Erfüllung zur Motivation beiträgt.

Entscheidend ist auch die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit. Wir erleben Arbeitszufriedenheit und Motivation, wenn wir unsere Tätigkeit in einen größeren Sinnzusammenhang einbetten können. Je nach Art der Arbeit und Größe des Unternehmens ist der Sinn mancher Tätigkeiten für die Mitarbeiter nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Warum die „Karotte vor der Nase“ als Anreiz für moderne Berufstätige heute ungeeignet ist, zeigt Dan Pink’s Youtube-Video „The Surprising Truth About What Motivates Us“:

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4 Kommentare zu “Wie motiviert man seine Mitarbeiter?

  1. Einen schönen guten Tag Frau Roppel. Und vielen Dank für Ihren Kommentar auf http://redeundantwort.com/2014/03/03/wenn-werte-wandeln. Der brachte mich auf Ihre Seite und sofort fiel mein Blick auf diesen Beitrag.
    Danke für die fokussierte Zusammenfassung. Als Marketingmensch bin ich kein ausgewiesener Experte in Sachen Unternehmenskultur oder Mitarbeiterführung, greife aber zumindest auf manche Erfahrung zurück. Mein einigermaßen gesunder Menschenverstand fühlte sich durch das mittlerweile tod diskutierte Buch „Mythos Motivation“ angesprochen und inspiriert. Seitdem stelle ich im Zusammenhang mit der Definition einer Arbeitgebermarke und der die Arbeitsrealität gestaltenden Faktoren die Frage nach dem Unsinn anreizbasierter Motivationssysteme.
    Ihr Beitrag bringt noch einmal auf den Punkt, was mich stetig umtreibt. Nämlich der hartnäckige Versuch von Unternehmern, mit attraktiven Rahmenbedingungen von unattraktivem Führungsverhalten abzulenken. Wenn ich eine Idee, eine Vision teile, wenn mein Job mich erfüllt weil ich meine Fähigkeiten einbringen kann und wenn die Unternehmensführung das wertschätzt, dann brauche ich kein Tischfussball, keine Massageangebote und auch keine Aussichten auf Erfolgsboni. Liebe Unternehmer, denke ich oft, gebt euren Mitarbeitenden Orientierung, setzt sie ihren Fähigkeiten entsprechend ein, lasst sie selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten, seid ehrlich und verbindlich. Und zahlt Ihnen, was sie wert sind. Das kann doch nicht so schwierig sein?

    • Lieber Herr Willand, danke auch für Ihren sehr richtigen Kommentar hier bei mir. Ich denke, um Mitarbeiter selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten zu lassen, benötigt es Vertrauen. Aber Vertrauen ist leider oft zu wenig vorhanden; stattdessen versucht man Mitarbeiter nach dem Prinzip Zuckerbrot-und-Peitsche für die Ziele des Unternehmens „einzuspannen“. Die Unternehmen aber, die den Mut haben, es anders zu machen, haben langfristig die Nase vorn, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu motivieren, für das Unternehmen zu begeistern, neue Mitarbeiter für ihr Unternehmen zu gewinnen oder bestehende Mitarbeiter zu binden. Davon bin ich überzeugt. Ich freue mich auf weiterhin interessanten Austausch mit Ihnen!

  2. Pingback: Mitarbeiter kommen wegen der Marke und gehen wegen der Unternehmenskultur | Happy-Unternehmenskultur-Blog

  3. Pingback: Wahrheitsliebe im Bewerbungsverfahren: Wie genau nehmen Sie’s mit der Ehrlichkeit? | Happy-Unternehmenskultur-Blog

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